70. Jahrestag der Auschwitz-Befreiung : „Vergangenes wird nicht vergessen“

fl-DeutschlandBundeskanzlerin Merkel hat bei einer Gedenkstunde des Internationalen Auschwitz Komitee dazu aufgerufen, das Wissen über die Gräueltaten von damals weiterzugeben.
„Wir haben die immer währende Verantwortung, das Erinnern wach zu halten“, sagte sie in Berlin.
Bundeskanzlerin Angela Merkel nannte den Holocaust einen fundamentalen Angriff auf den Kern dessen, was „unser Menschsein ausmacht – die Würde des Menschen“.
Weiter sagte sie bei einer Gedenkstunde in Berlin: „Auschwitz steht für den von Deutschland begangenen Zivilisationsbruch der Shoa.“ Das Internationale Auschwitz Komitee (IAK), ein Zusammenschluss von Holocaust-Überlebenden, ihren Organisationen und Stiftungen, hatte die Kanzlerin eingeladen.
In der Urania, einem Berliner Bildungszentrum, erinnerte sie vor Politikern und Vertretern aus Kultur und Gesellschaft an die „grausame Zäsur in der Geschichte“.
Im Vernichtungslager Auschwitz wurden mehr als 1,1 Millionen Menschen ermordet, darunter eine Million Juden.
Am 27.
Januar jährt sich die Befreiung des Lagers zum 70.
Mal.
Die Feierstunde am Vortag ist die zentrale Auftaktveranstaltung des weltweiten Gedenkens.
Verbrechen an der Menschheit verjähren nicht Merkel erinnerte an alle, die von Deutschland im Nationalsozialismus verfolgt, misshandelt, gequält, vertrieben und ermordet wurden: an Sinti und Roma, an die Menschen mit Behinderungen, an Homosexuelle, an Zwangsarbeiter, an die leidgeprüften Menschen in den von Deutschland überfallenen Ländern.
Was geschehen ist, „erfüllt uns Deutsche mit großer Scham“, so die Kanzlerin.
„Am morgigen 70.
Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau erinnern wir an die sechs Millionen ermordete Juden“, sagte Merkel.
„Verbrechen an der Menschheit verjähren nicht.
Wir haben die immer währende Verantwortung, das Wissen über die Gräueltaten von damals weiterzugeben und das Erinnern wach zu halten.“ Der Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus erinnert an die Befreiung des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz durch die Rote Armee am 27.
Januar 1945.
In Deutschland ist er auf Initiative des ehemaligen Bundespräsidenten Roman Herzog seit 1996 ein bundesweiter, gesetzlicher Gedenktag.
2005 erklärten ihn die Vereinten Nationen zum Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust.
Zeitzeugen berichten in Berlin Die Gedenkstunde am Montag bildete den Auftakt zum Internationalen Holocaust-Gedenktag am 27.
Januar.
Ausgerichtet wurde die Veranstaltung vom IAK mit Sitz in Berlin.
Es ist ein Zusammenschluss von Holocaust-Überlebenden, ihren Organisationen und Stiftungen.
In seiner Einladung an die Bundeskanzlerin betonte das IAK die besondere Bedeutung Berlins für die Überlebenden der nationalsozialistischen Vernichtungspolitik.
Dies sei der Ort an dem ihr Schicksal und das ihrer Familien beschlossen wurde.
Besondere Bedeutung hat der 70.
Jahrestag der Auschwitz-Befreiung laut IAK, da es einer der letzten sein wird, an denen Zeitzeugen teilnehmen werden.
So schilderten die Auschwitz-Überlebenden Marian Turski aus Warschau und Eva Fahidi aus Budapest eindrucksvoll und bewegend ihr persönliches Schicksal während und nach ihrer Inhaftierung in Auschwitz.
Junge Gäste aus Polen, Israel und Deutschland berichteten über ihre Auseinandersetzung mit dem Holocaust.
Auch Berliner Schülerinnen und Schüler hatte das IAK eingeladen.
Gedenkstunde im Deutschen Bundestag Die Bundeskanzlerin wird am Dienstag im Deutschen Bundestag an der jährlichen Gedenkstunde für die Opfer des Nationalsozialismus teilnehmen.
Auch die Vertreter aller anderen Verfassungsorgane werden anwesend sein.
Nach einer Begrüßung durch Bundestagspräsident Norbert Lammert wird Bundespräsident Joachim Gauck die Hauptrede der Gedenkstunde halten.
Auch in diesem Jahr wird sie von einer mehrtägigen Jugendbegegnung begleitet.
Rund 80 Jugendliche aus Deutschland und seinen Nachbarländern – insbesondere Polen und Frankreich – zeigen wie sie sich mit der Geschichte des Nationalsozialismus befassen und sich gegen Antisemitismus und Rassismus engagieren.

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2 Gedanken zu “70. Jahrestag der Auschwitz-Befreiung : „Vergangenes wird nicht vergessen“

  1. „Merkel erinnerte an alle, die von Deutschland im Nationalsozialismus verfolgt, misshandelt, gequält, vertrieben und ermordet wurden“ Nein, das stimmt so nicht. Deutschland wurde zerstört und geteilt. Auch das deutsche Volk waren keine Verbrecher. Verbrecher waren einige Deutsche, noch nicht einmal nur Deutsche. Vielleicht sollte man sich immer vor Augen führen, daß die Deutschen auch endlos gelitten haben ! Merkel steht es nicht zu, so über mein Volk zu reden !
    1933 waren 89% der Wahlberechtigten zur Wahl gegangen, 11 % wollten also weder Hitler noch sonstjemandn wählen. Von den Deutschen, die wählen waren, haben 44 % die NSDAP gewählt. Auch keine Mehrheit, aber die stärkste Kraft stellte nach Wahlgesetz den Kanzler. Die anderen Parteien konnten sich nicht auf eine gemeinsame Koalition gegen Hitler einigen, sie waren zu selbstsüchtig, zu machtgeil. Auch keine Schuld des deutschen Volkes. Dann kam das Ermächtigungsgesetz und das „Gesetz zum schutz von Volk und Raum“ und wir wurden eine Diktatur ! Mein Volk hat nicht, sondern ist „verfolgt, misshandelt, gequält, vertrieben und ermordet“ worden. nehmen Sie das endlich zur Kenntnis, Frau Dr. Merkel !

  2. Bitte entschuldigen Sie die Rechtschreibfehler, ich habe zu schnell geschrieben und meine tastatur schickt manchmal zwei statt einem Buhstaben auf Reisen oder lässt weg. 😦

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